Der Vortrag von Jörg Schindler (hier die Ankündigung) im IF-Forum am 13. November 2008 war für alle Zuhörer hoch spannend. Herr Schindler fasste ganz knapp und präzise die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Rohstoffen Öl, Gas, Kohle und Uran zusammen und präsentierte klare Schlussfolgerungen. Beeindruckend, wie er durch Fakten erhärtete, dass sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einiges im Energie-Sektor ändern wird. Herr Schindler verwahrte sich in seinem sachlichen Vortrag gegen Spekulationen aller Art, wie denn der Wandel vor sich gehen würde und welche direkten Auswirkungen sich auf die Wirtschaft und die globale Situation ergeben würden. Allen Zuhörern wurde im Laufe des Vortrages aber klar, dass wir definitiv vor einer entscheidenden Wende stehen, dass aber konkrete Prognosen nicht möglich sind. Und Herr Schindler verstand es, trotz der vorhandener Bedrohungsszenarien uns allen Mut für die Zukunft zu machen.

Im Anschluss eine lebendige Diskussion mit zahlreichen Fragen und Sachbeiträgen statt. Alle Zuhörer gingen ein wenig “schlauer” und sehr zufrieden nach Hause. Herr Schindler hat IF-Forum für 2008 nach den beiden Vorträgen von Dr. Simon Grand (St. Gallen) und Dr. Klaus-Jürgen Grün (Frankfurt) zu einem großartigen Abschluss verholfen. Ziel von InterFace ist es, in 2009 wieder 3 qualifizierte Sprecher zu besonderen Themen zu IF-Forum einzuladen, die konkrete Planung hat schon begonnen.

Die Folien des Vortrages sind in unserem Bereich “Dokumente” abgelegt. Wer sie nochn mal ansehen möchte oder den Vortrag versäumt hat, kann sich die Folien dort oder hier zum Lesen und Ausdrucken herunterladen.

Ein herzliches Dankeschön an unseren Referenten, für den spannenden Vortrag und für die Erlaubnis, die Folien seines Vortrages in IF-Blog einzustellen dürfen! Und ein genauso herzliches Dankeschön an Rollo Zollner, der wieder wunderbare Bilder gemacht hat! Zwei davon sind hier zu sehen.

RMD

Bahn versus Auto

01.08.08

Auch, wenn ich riskiere, verbal gekreuzigt zu werden: ich bin vorgestern von Köln nach München gefahren. Alleine in einem Mietwagen - aus reiner Bequemlichkeit, denn ich war in Köln nicht am Bahnhof; ich musste in Ludwigshafen einen Kunden besuchen und habe am Weg nach München einen Abstecher gemacht nach Geislingen, um auch dort einen Kundenkontakt zu besuchen. Während all der Besuche konnte ich mein Gepäck im Auto lassen, ich musste nicht vom Bahnhof in Taxis steigen, brauchte mich nicht nach Fahrplänen richten und hatte ein gut klimatisiertes Auto.

Diesen Luxus wollte ich mir leisten! Was mich absolut schockiert hat: Es ist kein Luxus! Der Mietwagen kostete mich 39 €; ich habe für eine Gesamtfahrstrecke von 680 km Diesel für 72 € getankt. Die Zugfahrt 2. Klasse im ICE hätte mich anscheinend laut www.bahn.de einfach 122 € gekostet.

Kann es wirklich sein, dass eine Person mit einem gemieteten Wagen billiger von Köln nach München fährt als die Bahn? Mich wundert nicht, wenn Leute vom Zug ins Auto und nicht umgekehrt umsteigen!

E2E

Australien, eins der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß pro Kopf will die Glühlampe verbieten und erwartet durch den Einsatz von Energiesparlampen eine jährlich CO2-Einsparung von 800.000 Tonnen.  (Siehe Tagesschau vom 30.7.2008). Bei einem jährlichen Ausstoß von 603 Millionen Tonnen ist das eine Einsparung von 0,13 Prozent!

Dies wird als energiepolitischer Fortschritt gesehen - meines Erachtens keine so bemerkenswerte Einsparung - die Schweiz hat sich angeschlossen und auch ein EU-weites Verbot ab 2010 wird diskutiert. (Ich wüsste gerne, wieviel CO2 verbraucht wird durch all die Flüge zu den dafür nötigen Abstimmungsrunden). Focus entkräftet alle Argumente gegen Energiesparlampen und bei Zitaten wie “Im Vergleich zu Glühlampen, die ihre Wärme im wesentlichen in Wärme umsetzen, 95:5%, geht bei Energiesparlampen viel mehr Energie in Licht und weniger in Wärme, nämlich 20%. Sie werden es merken, wenn sie sie anfassen, sie sind nicht warm.” (gefunden im Deutschlandfunk ) scheint es auch die logische Antwort zu sein.

Die einfachen, ach so logischen Antworten reizen mich oft zum Nachdenken - denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Realität oft vielschichtig und kompliziert wird. Die einfachen Antworten erscheinen nicht mehr so einfach, wenn man mehrere Dimensionen betrachtet.

So könnte man überlegen, wann man in unseren Breitengraden am meisten Licht benötigt. Bestimmt nicht in der Sommerzeit, sondern in den langen (kalten) Winternächten. Hier geht dann 95% der eingesetzen Energie verloren! Verloren? Sie wird in Wärme umgesetzt, was aber doch in den kalten Winternächten gar nicht so schlecht ist. Da unsere Heizungen mit Thermostatreglern ausgestattet sind, muß damit die Heizung weniger arbeiten. Somit ist die Netto-Energieeinsparung wohl geringer, sobald man nicht mehr nur die eine Dimension “Licht” betrachtet. Wenn man nun noch berücksichtigt, dass Energiesparlampen aufwändiger in der Produktion sind und wegen giftiger Inhaltsstoffe als Sondermüll entsorgt werden müssen, frage ich mich, ob man wirklich mit neuen Gesetzen und Verordnungen gegen Glühbirnen vorgehen sollte.  Oder ist das nur ein Feigenblatt für die Politik, weil es ja auf den ersten Blick so verlockend logisch klingt?

Durch Zufall bin ich in dem Zusammenhang auf das Märchen vom CO2-freien Atomstrom gestoßen. Ohne zu wissen, ob die Aussagen dort wahr sind, mahnt mich auch das wieder daran, die einfachen Antworten zu hinterfragen.

E2E

Ich finde es ist an der Zeit, das ganzen Geschrei über die Umweltbelastung der Autos auf unseren Straßen etwas kritisch zu kommentieren. Überall hört man, dass man tunlichst neue, verbrauchsoptimierte Kraftfahrzeuge kaufen möge, um den Ausstoß an CO2 zu minimieren. Bei den Diskussionen im Fernsehen sind dann auch lauter Fachleute eifrig am Argumentieren, zum Beispiel Herr Wissmann (Präsident des Verbandes der Automobilindustrie) oder noch direktere Abgesandte der Automobilhersteller. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, denn natürlich haben diese Herren nur die Minimierung der Umweltbelastung im Sinn und nicht etwa die Gewinnmaximierung ihrer Brötchengeber.

Beleuchtet man die “Schädlichkeit” eines Autos, so wird immer wieder gerne der Ausstoß des Fahrzeuges im Betrieb hergenommen, aber Autos wachsen nun mal nicht auf Bäumen sondern müssen hergestellt werden. Die Herstellung eines Kraftfahrzeuges beansprucht ein erhebliches Kontingent an Energie, aufwändige Rohstoffherstellung, Transport zum Kunden etc. Und wenn das Auto nicht mehr gebraucht wird muss es natürlich fachgerecht entsorgt werden.

Der komplette Lebenszyklus wird nur in der Öffentlichkeit so gut wie nie diskutiert, denn da sähe es für die ach so verbrauchsarmen Kleinwagen gar nicht mehr so gut aus, denn sie halten nicht so lange wie die “Großen”.

Besonders angeführt sein soll hier der ach so hoch gelobte Toyota Prius. Die Herstellung dieses Hybridfahrzeuges ist ungleich aufwendiger als die eines konventionellen Fahrzeuges, zum Beispiel die Gewinnung und Weiterverarbeitung des für die Batterien notwendigen Nickels. Dieser Rohstoff wird in Kanada gewonnen, die Gegend um den Betrieb gleicht durch den Ausstoß an saurem Abgas eher einer Hölle. Dieses nutzt zum Beispiel die NASA, um in diesem Gebiet ihre Mond- und Marsfahrzeuge zu testen. Der Nickelrohstoff (ca. 1000t pro Jahr für Toyota) wird dann zur Weiterverarbeitung nach Wales verbracht, von dort aus geht es nach China, wo Nickelschaum daraus gemacht wird, der dann zu Toyota nach Japan verschifft wird. Diese Transporte erzeugen natürlich auch wieder CO2. Dies ist nur ein Beispiel über zu zuliefernde Güter, eine komplette Analyse der anfallenden Emissionen über alle herstellungsbedingten Prozesse ist natürlich äußerst aufwendig. Ein Beispiel für eine solche, “Produktlinienanalyse” genannte, Untersuchung ist hier für einen simplen Joghurt nachzulesen.

In Amerika hat sich ein Marktforschungsinstitut daran gemacht, eine Studie über diese Zusammenhänge zu erstellen. Das Werk heißt “Dust to Dust” von CNW Marketing Research wo nachzulesen ist, was ein Kraftfahrzeug an Energie pro gefahrener Meile kostet. Viele hundert Variablen sind dort berücksichtigt: Herstellung und Transport der Rohstoffe, der Weg der Arbeiter zur Fabrik, die in der Fabrik verbrauchte Energie, der Transport des fertigen Autos zum Verkaufsort, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das Ergebnis ist in einigen Punkten wenig überraschend, dass zum Beispiel ein Maybach äußerst schlecht dasteht oder dass Kleinwagen (für amerikanische Verhältnisse) mit Ausnahmen gut dastehen. Überraschend ist, das Autos, wie zum Beispiel ein Jeep Wrangler, das Offroad Urgestein, sehr gut wegkommen. Die Erklärung ist relativ einfach: Das Auto ist recht simpel in der Herstellung, es wird vergleichsweise über einen langen Zeitraum aber mit wenig zurückgelegter Fahrtstrecke bewegt und ist auch relativ einfach zu entsorgen, weil es aus wenig Teilen besteht.

Äußerst interessant dazu ist auch der Artikel in der aktuellen (07/2008) Ausgabe der Oldtimer Markt wo ebenfalls der Schluss gezogen wird, dass der Kauf von Neuwagen keineswegs das Klimaproblem lösen wird. Denn je länger man ein Auto benutzt um den eigentlichen Zweck des Autos, nämlich Menschen und Güter von A nach B zu befördern, zu erfüllen, um so klimaverträglicher wird es. Denn es ist ja schon da.

Ich würde mir wünschen, dass der Hersteller meines Autos mir anbieten würde, alle 5 Jahre mein Auto mit einem aktuellen Motor oder einer verbesserten Motormanagementelektronik mit besserem Abgasverhalten nachzurüsten. Aber das wird die Automobilhersteller nicht interessieren, sie werden zusammen mit den Politikern, nicht zuletzt wegen dem Erhalt von Arbeitsplätzen, auf der derzeitigen Argumentation verharren. Ich aber werde weiterhin mein Auto, was auf Autogas umgebaut ist, weiter benutzen. Es ist mit gut 230000 zurückgelegten Kilometern für meine Begriffe auch gerade erst gut eingefahren. (JUS)

Der Juli ist im Jahre 2008 bei uns in Bayern ein sehr nasser Monat. Das kann einen kühnen Radler (wie mich), der nicht mehr Auto fahren will, aber nicht abschrecken! Wie bekannt gibt es kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung. Und dann übers das Mobiltelefon bei Bayern II z.B. radioWelt hören und die Fahrt wird auch im Regen zum Genuss.

Phoenix

Das erste Foto zeigt den Autor an einem dieser regenreichen Morgen bei der Ankunft bei InterFace. Fotografiert hat mich unsere Doris (Frau Kling), die Leiterin unseres FOCS-Teams (Finanzen, Organisation, Controlling und Service). Das Rad, das ich an diesem Morgen gefahren bin, ist übrigens ein Phönix von Utopia, einer Fahrradmanufaktur aus Saarbrücken. Das Unternehmen Utopia ist 1982, also kurz vor InterFace gegründet worden, die Gründer haben den Namen “Utopia” gewählt, weil sie ihr Vorhaben, eine Manufaktur für Fahrräder zu gründen, eher als “utopisch” eingeschätzt haben. Aber der Erfolg hat ihnen recht gegeben, heute ist Utopia einer der renommierten Anbieter von soliden Rädern. Das “Herz” es abgebildeten Phönix ist übrigens eine Rohloff-14-Gangschaltung. Ein sündteueres Teil, das 120.000 km und mehr halten soll. Aber: es ist “Made in Germany” (!) - so wie auch der eingebaute Nabendynamo und manches mehr am Phönix.

Das zweite Bild zeigt mich dann fünf Minuten nach Ankunft in einer Besprechung - im Hintergrund unser neues Scrum-Plakat, noch als Prototyp und Einzelstück (Wenn es fertig ist, kann man es sich aus diesem Blog herunterladen). Alles am Radler ist trocken geblieben, nur die Haare stehen ihm noch ein wenig zu Berg. Man sieht, auch bei wirklich schlechtem Wetter kann man mit dem Rad fahren. Meine Erfahrung beim Wechsel vom Auto zum Rad: Ein bisschen ist das so wie vor 28 Jahren, als ich mit dem Rauchen aufhörte. Es ist wahnsinnig schwer (eigentlich fast unmöglich) gewesen, aber bis heute freue ich mich jeden rauchfreien Atemzug. Und beim Radeln über die geschenkte körperliche Bewegung und die frische Luft - auch im Regen.

RMD

Kaum werden Öl und Gas teuerer (und wohl auch knapper), schon ruft die ganze Welt nach Kernkraft und Kohle.

Ist denn vergessen worden:

  • dass noch in den 60iger Jahren Mutters saubere Wäsche an der Leine im Garten nur zu oft schwarz vom Ruß wurde,
  • dass ohne des Einsatzes von Pumpen mit Energiekosten von mindestens 100 Millionen EURO pro Jahr (ich habe auch schon sehr viel höhere Zahlen gehört) das Ruhrgebiet eine Seen-Landschaft und die Stadt Essen “Wasser unter” wäre (siehe auch “Pumpen bis in die Ewigkeit“),
  • dass man in Bergbau-Gebieten kein Haus mehr bauen darf, ohne das Bergbauamt abzufragen - nur zu leicht könnte das neue Haus sonst ein paar Stockwerke tief in den Boden versinken,
  • dass wir unseren Kohlebergbau zwar vor allem aus kaufmännischen Gründen “ausgephast” haben (obwohl ich schon befürchtet habe, dass am Ende dieses Prozesses die Produktion ohne Berücksichtigung der Folgeschäden scheinbar profitabel sein dürfte und soweit sind wir heute ja fast),
  • dass der Braunkohleabbau (wie auch der Uran-Abbau - siehe Wismut Aue) ganze Landschaften zerstört hat,
  • dass der Kohlenstoffdioxid-Anteil der Luft wesentlich zugenommen hat und dies Folgen hat, die in einem sensiblen und chaotischen System wie dem Klima zwar zwangsläufig aber nicht vorhersagbar sind,
  • dass auch Kernkraft keine Lösung ist, da der Umgang mit radioaktiven Material nicht beherrscht werden kann,
  • dass es für radioaktive Abfälle keine End-Lagerung gibt, die die langen Halbwertzeiten beherrschbar macht (Der Mensch kann keine Sicherheit für 1 Million Jahre garantieren),
  • dass ein GAU in einem Kernkraftwerk wirklich zum GAU werden kann,
  • dass auch die für Kernkraft benötigten Rohstoffe (Uran) endlich sind - man spricht von höchstens 40 Jahren (Öl hat immerhin fast 100 Jahre gehalten).

Manche sagen:

Die Technik wird schon alle Probleme lösen:

  • Umweltkatastrophen kann man wieder rekultivieren,
  • die Probleme des Bergbaus kann man mit neuer Technologie meistern (ausserdem kann man die Kohle ja importieren - hört, hört!),
  • Kohlekraftwerke kann man sauber machen,
  • Kohlendioxid kann man irgendwie und irgendwo speichern.

Können wir wirklich von der Technik erwarten, dass sie uns davor bewahrt, umdenken zu müssen? Retten uns Utopien wie Kernfusion und Wasserstoff-Technologie?

Zum Öl:

  • Der Anteil der bei der Förderung von Öl benötigten Energie und zusätzlicher wertvoller Ressourcen wie z.B. Wasser steigt laufend aufgrund der minderen Qualität der neu entdeckten Vorkommen.
  • Spätestens wenn der für die Förderung notwendige Input an Energie dieselbe Höhe erreicht wie die gewonnene Energie, dann ist die Förderung sinnlos. Diesen Punkt sollten wir auch bei Technologien zur Erzeugung von Alternativ-Energien (z.B. im Biobereich) bedenken, da gibt es schon recht zweifelhafte Beispiele.
  • Ersatzöl aus Biomasse steht immer in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln.
  • Für die Erzeugung von wenig Bio-Kraftstoff braucht man verblüffend grosse Flächen. 

Öl - ganz gleich, ob aus dem Boden gepumpt oder aus Pflanzen erzeugt - ist einfach zu wertvoll, um es zu verbrennen, gleich ob für Heizung oder Mobilität

Und bald könnte auch noch das Trinkwasser global knapp werden!

Wäre es nicht wirklich an der Zeit, unsere Lebensführung schnellstmöglich und drastisch zu ändern. Warum besinnen wir uns nicht auf ein freies Leben und setzen die vielen vermeintlichen Sachzwänge einfach außer Kraft? Und wäre das nicht ein Feld für angewandte Ethik?

Wahrscheinlich würde es jedem Einzelnen von uns unter dem Strich anschließend besser gehen.

Den “Energieministern” der G8-Staaten fiel unlängst auf einer Konferenz in Japan allerdings nichts Besseres ein, als die Förderländer zur Erhöhung ihrer Öl-Produktion aufzufordern …

RMD

P.S.

Die schlimmste Umweltsünde ist wohl das Fliegen. Habe ich auch immer sehr gerne gemacht. Im Juli 2008 besuche ich noch einen lieben Freund in Mallorca und wenn möglich fliege ich noch mit einem anderen guten Freund nach Südafrika zur Fussball WM 2010 (beides ist schon fest ausgemacht). Ansonsten habe ich beschlossen, keine weiteren Flüge mehr durchzuführen und werde dies auch mit der mir eigenen Sturheit (oder Konsequenz?) durchhalten. Meine lieben Mitmenschen, die sich darüber ärgern werden bzw. unter meiner Flugabstinenz leiden müssen, bitte ich hiermit um Verzeihung und Verständnis.

P.P.S.

Interessant finde ich auch, dass trotz der heftigen Öl-Diskussion das Thema Tempolimit zurzeit überhaupt nicht mehr auf der Tagesordnung zu stehen scheint. Auch die Zahlen zur möglichen Ersparnis sind sehr unterschiedlich. Das ist auch verständlich, denn ein Tempolimit von z.B. 110 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen bringt natürlich eine andere Ersparnis als ein Limit 130/100 km/h. Jeder achtsame Autofahrer weiß aber, wie der Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten steigt. So dürfte die Einsparung an Treibstoff und die Reduzierung des Ausstosses an Kohlendioxid in der Relation zum Aufwand wesentlich sein. Von den anderen positiven Folgen eines Tempolimits gar nicht zu reden (Verkehrstote, Verkehrsfluss, Fahrkultur …).

P.P.P.S

Diesen Artikel widme ich besonders meiner Frau und allen Frauen und Müttern, die generell weiser sind als wir Männer und doch soviel unter unserer Unachtsamkeit leiden müssen.

RMD