Als Fahrradfahrer fasziniert mich Unternehmens-Biologie besonders dann, wenn es um klassisches Fahrradzubehör geht!

Als Jugendlicher hatte ich 2 wunderschöne Räder. Das erste war ein Rad der Marke Falter. Es war ein Deutsches Markenrad, ich habe es geliebt, weil es die Farben des Regenbogens hatte. Während des WM-Endspiels England - Deutschland (4 : 2) im Jahre 1966 wurde es aus unserem Radkeller gestohlen. Zweifaches Entsetzen. Der Schmerz war groß, über die deutsche Niederlage und über den Verlust meines Fahrrads. Ohne Fahrrad war schlimm, die totale Immobilität.

Dankenswerterweise bekam ich von meinen Eltern ein Ersatzrad geschenkt, das auch ein deutsches Markenrad war (allerdings in schlichtem Grün, die Marke weiß ich nicht mehr). Dies war noch drei Jahre im Dauerdienst und wurde dann in den vorläufigen Ruhestand versetzt, die Automania hatte mich in Form eines schwarz-weiß gestreiften Käfers erfasst. Wieder ausgemottet wurde das Rad erst bei der ersten Energiekrise. Nach längerer Zeit als Nur-Autofahrer habe ich an einem der autofreien Sonntage entdeckt, wie schön Radeln doch wieder sein kann. Ich kann mich noch gut an die leicht schneebedeckten Autobahnen ohne Autos erinnern. Das war das einzige Mal, dass ich auf einer Autobahn in Deutschland geradelt bin. War ein tolles Gefühl, autofreie Sonntage sollte man zumindest alle vier Wochen wieder einführen.

Gemeinsam hatten meine Räder, dass sie eine Torpedo-Dreigangschaltung von Fichtel & Sachs hatten. Die gibt es heute nicht mehr, deshalb habe ich ein wenig recherchiert:

Fichtel & Sachs wurde am 1. August 1895 gegründet. In unserer Jugendzeit war Fichtel & Sachs der Inbegriff für Nabenschaltungen. Jeder kannte Schweinfurt. Wenn wir als Kinder mit dem Zug durch den Bahnhof Schweinfurt gefahren sind, wussten wir, dass hier die Schaltungen gebaut wurden, die wir an unseren Rädern hatten.

1997 wurden die Fahrradkomponenten der deutschen Sachs an SRAM verkauft. SRAM ist ein amerikanisches Unternehmen für Fahrradkomponenten mit Sitz in Chicago. SRAM wurde 1987 (also 102 Jahre nach Fichtel & Sachs) gegründet. Die europäische Konzernzentrale von SRAM befindet sich in den Niederlanden, die asiatische in Taiwan. Nach schwerem Start hat sich SRAM nach der Übernahme der deutschen Sachs gut entwickelt.

Für mich ist der Verkauf von Sachs Fahrradkomponenten an SRAM ein gutes Beispiel für eine unternehmerisch vielleicht auf kurze Sicht nachvollziehbare aber langfristig gesamtwirtschaftlich falsche Entscheidung. Sicher wurde in Deutschland 1997 das Geschäft mit Fahrradschaltungen als uninteressant und wenig zukunftsträchtig bewertet. Außerdem war es kleinteilig und bestimmt nicht geeignet, hohe Umsatz- und Rendite-Visionen zu beflügeln. Also hat es gestört und musste weg. Aber es war ein verlässliches Geschäft mit langfristiger Perspektive, das Know-How von fast einem Jahrhundert steckte im Unternehmen. Dass der Käufer ein amerikanisches Unternehmen war, das erst 10 Jahre vorher gegründet wurde und noch gar nicht so toll lief, finde ich auch nicht so gut.

Für den Nabenschaltungsfan gibt es aber einen Trost. 1986 wurde Rohloff von einem jungen Ehepaar gegründet. Das kleine Unternehmen verdiente sein Geld lange Jahre mit der Herstellung von hochwertigen Fahrradketten und später mit einem Kettennietwerkzeug namens Revolver. 1996 tat es einen mutigen Schritt nach vorne: eine über Jahre entwickelte neue Nabenschaltung war endlich serienreif (siehe die Chronik von Rohloff). Es gibt nur einen Wermutstropfen: Eine Rohloff-Schaltung kostet (ohne Fahrrad) so in Richtung 1.000 EURO. Bei Utopia ist z.B. der Aufpreis für eine Rohloff-Schaltung zu einer SRAM27-Gang DualDrive beim London exakt 750 Euro. Trotzdem ist die Rohloff ein Renner geworden. Ich nehme an, dass die Entwicklung der Rohloff-Schaltung eine typische Entscheidung war, wie sie nur mittelständische Unternehmen treffen können. Wahrscheinlich wurde sie aus dem laufenden Geschäft finanziert und in der Freizeit der Unternehmer entwickelt. Keine Bank hätte die Entwicklung einer Nabenschaltung mit einem Zielpreis von über 1.500 DM finanziert.

Der Vollständigkeit will ich hier auch noch die Nummer 1 erwähnen:

Shimano wurde als Shimano Iron Works 1921 gegründet. Die Japaner haben ihr Geschäft fleißig ausgebaut (und sind nicht verkauft worden wie Sachs). Shimano ist das “Microsoft” in der Welt der Fahrradkomponenten. Wahrscheinlich hat Sachs auch wegen der Dominanz von Shimano seine Fahrradkomponenten verkauft.

Und natürlich muss auch die Firma erwähnt werden, die unsere Radrennfahrer-Herzen höher schlagen hat lassen, deren Schaltungen für uns aber unerreichbar waren: Campagnolo wurde 1933 durch Tullio Campagnolo gegründet. Campagnola stattet heute seine Produkte zwar zum Teil auch mit Shimano-Komponenten aus (seine Laufräder mit Naben von Shimano …), hat aber nach meinem Wissen bis heute seine Eigenständigkeit bewahrt.

RMD

Haben Sie am Wochenende auch die erste Runde des DFB Pokal-Wettbewerbs verfolgt? Ich habe von Freitag bis Sonntag gekuckt, natürlich auch das Spiel des FC Bayern in Erfurt und dabei musste ich zwangsläufig an ein Spiel vor 43 Jahren denken. Auch damals gab es schon Pokalsensationen – oder beinahe. Erinnern Sie sich auch noch? Es war am 16. Januar 1965 im Augsburger Rosenaustadion als die Schwaben im Pokal den SV Schalke 04 empfingen. Klarer Favorit natürlich die Knappen mit ihren National- und Starspielern wie Hans Nowak, Friedel Rausch, Willi Schulz („Weltcup Willi“), Reinhold „Stan“ Libuda, Günther Herrmann oder Willi Koslowski. Denen standen die Schwaben Cracks Georg „Schorsch“ Mögele, Josef Mayer, Alfred Beyerle, Ferdl Schneider, Georg Schmid, Werner Sterzik, Horst Blechinger, Harry Sieber, Wolfgang Koubek, Hans Aurnhammer gegenüber – und Kurt Haseneder. Denn er war mit vier Toren der Mann dieses Spiels.

Bevor die Schalker wussten wie ihnen geschah, hatte Haseneder die Schwaben 2:0 in Führung gebracht. Koslowski und Nowak schafften den Ausgleich. Harry Sieber verwandelte einen Elfmeter und schoss sein Team mit 3:2 in Front, doch Koslowski glich in der 80. Minute aus.

Was dann passierte war unglaublich und ließ die 20.000 Besucher – es war bitter kalt, sonst wären vermutlich noch mehr gekommen – nur noch ungläubig den Kopf schütteln und jubeln. Nach zwei schnellen Toren unmittelbar nach Anpfiff der Verlängerung – 91. und 92. Minute – schossen die Schalker zwei Tore und es schien alles gelaufen. Aber alle hatten die Rechnung ohne Haseneder gemacht: Zweimal schlug er noch zu und schaffte in der 103. Minute den Ausgleich. Leider reichte es nicht für die Sensation, denn die Routine der Schalker setzte sich gegen den Kampfgeist der Schwaben durch, die sich mit 5:7 geschlagen geben mussten.

An diesem Tag war nicht Schalke der Sieger (Meister) der Herzen, wie es viele Jahre später nach der verpassten Meisterschaft gegenüber den Bayern hieß, sondern Schwaben Augsburg, für die es der Kurtl fast alleine gerichtet hätte.

Übrigens einige Jahre später – damals war aus BCA und Schwaben schon der FCA geworden – spielte eine Journalistenmannschaft gegen „Altstars“ des FCA. Die Journalisten gewannen sehr überraschend 2:1. Mein Gegenspieler hieß – Kurt Haseneder. Und er hat kein Tor geschossen!

KJW

Hier - pünktlich zur Eröffnung der Olymischen Spiele in Peking - der erste Beitrag von unserem Sportexperten Klaus J. Wäschle:

Eines vorweg: ich sammle Eröffnungsfeiern Olympischer Spiele. Natürlich auf Video und Sommer wie Winter. Ich kann sie mir auch immer wieder ansehen und bin dann begeistert von Ideen der Regisseure. Vom Auftritten berühmter Künstler oder dem Outfit mancher Sportler. Besonders imponierend finde ich immer noch Barcelona und Sydney. 

Aber am Freitag den 8.8.08 werde ich nicht vor dem Bildschirm sitzen. Die Eröffnungsfeier der Spiele in Peking sehe ich bewusst nicht an. Ich will an dieser Stelle nicht lange in die Diskussionen über Sinn oder Unsinn der Vergabe dieser Spiele an Peking einsteigen. Die „Herren der Ringe“ des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden ihre Gründe gehabt haben… Aber ich will keine vorgetäuschte Fröhlichkeit und Herzlichkeit eines Systems sehen, die nach Abreise der Sportler sehr schnell wieder verschwinden dürften.

Ich habe Dr. Thomas Bach, einen der Vizepräsidenten des IOC bei einer Veranstaltung gehört und dabei auch seinen Aufruf, man möge die Diskussion über Menschenrechte in China im allgemeinen und in Tibet im Besonderen in Zusammenhang mit Olympia beenden und sich dafür endlich auf die Spiele freuen. Außerdem seien viele der Kritiker nur selbsternannte Chinakenner ohne wirklichen Ein- und Durchblick. Na bitte, freuen auf Anordnung – zumindest auf Empfehlung… Bach selbst wird sich bestimmt auf seinen besonderen, persönlichen Auftritt freuen, wenn er die Olympische Fackel ein paar Minuten durch Peking tragen darf.

Das hatte offensichtlich auch ein Mitarbeiter des Sport Informations Dienstes in Neuss: Als einer von fünf Journalisten war er von den Organisatoren für diese „ehrenvolle“ Aufgabe vorgesehen. Doch er muss darauf verzichten: Nachdem seine Berichte etwas zu positiv verfasst waren und die meisten Probleme verschwiegen, musste er vor dem Tag X wieder abreisen..

Gleich zweimal gefreut hat sich Dirk Nowitzki: zuerst, als er sich mit dem deutschen Basketball-Team für den olympischen Wettbewerb qualifiziert hat und vielleicht noch darüber, dass er die schwarz-rot-goldene Fahne zum Einmarsch tragen darf. Ihn verstehe ich, denn für einen Sportler ist die Teilnahme an Wettbewerben, die nur alle vier Jahre stattfinden nach wie vor eines der größten Ziele. Das hat Nowitzki als hoch bezahlter und erfolgreicher Profi in den USA erst nach mehreren Anläufen erreicht. Er hat Grund sich zu freuen.

Ebenso Rainer Schüttler. Der Tennis Profi aus Korbach in Hessen sprang nach dem Erreichen des Halbfinals von Wimbledon in letzter Sekunde auf den Olympiazug. Dazu musste er sich sein Startrecht erst vor Gericht erkämpfen – und gewann. Vielleicht spielt er ja wieder im Doppelwettbewerb mit Nicola Kiefer, kommt wieder in das Finale und die beiden gehen diesmal als Sieger vom Platz. Vier Jahre nach dem unvergesslichen Endspiel in Athen, das sie nach fünf Sätzen ganz knapp verloren. Ich würde mich für ihn freuen!

Für die überwiegende Zahl der Athleten gilt bei aller Professionalität immer noch die Olympische Idee: Die Teilnahme ist wichtiger als der Sieg. Denn um die insgesamt 302 Goldmedaillen in 28 Sportarten bewerben sich fast 11.000 Sportlerinnen und Sportler. Selbst wenn man berücksichtigt, dass eine Goldmedaille im Fußball, Hockey oder allen anderen Mannschaftssportarten 16 Mal oder sogar öfter vergeben wird, müssen da viele ganz zwangsläufig leer ausgehen.

Das kann nach sehr knappen Entscheidungen oder hoffnungsloser Unterlegenheit passieren. Die Ergebnislisten machen da keinen Unterschied. Angeblich ist ja der Zweitplatzierte schon der erste Verlierer. Was ich für blanken Unsinn halte, denn beispielsweise im Endlauf der acht schnellsten Männer der Welt über 100 Meter Platz 2 zu belegen ist eine Riesenleistung und ein Erfolg. Aber manchmal sind eben die Sportler selbst, mit Platz 2 nicht zufrieden und zeigen das deutlich. Und das, ebenso wie das Strahlen der Sieger und die Wettbewerbe selbst werde ich mir auch wieder ansehen. Das geht auch ohne Eröffnungsfeier.

Mein privater Verzicht wird die Einschaltquote der ARD während der Live Übertragung nicht beeinflussen. Die bunte Show werden sicher einige Millionen allein in Deutschland – auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler, die nicht persönlich nach Peking reisen?? - verfolgen. Sie werden bei Kameraschwenks aus dem Stadion heraus vermutlich mehr sehen als die Besucher vor Ort, denn die Kameras bieten unter der Smogglocke bessere Bilder als sie das Auge wahrnehmen kann. Thomas Bach wird sich auch bei größten Sichtproblemen nicht verlaufen – die Sicherheitskräfte entlang der Straße weisen ihm den Weg.

KJW

Als “Blogger” interessiert man sich natürlich auch für andere Blogs. Und wenn das eigene Herz mal ganz groß für die beiden führenden und traditionellen Augsburger Fussballvereine geschlagen hat, den BCA (Ballspiel Club Augsburg) und den TSV 1847 Schwaben Augsburg (siehe auch den berühmten Schwabenritter), dann stolpert man eines Tages über den FCA-Blog. Und dort lese ich dann einen Beitrag, der wohl persiflieren soll:

Verhaltensregeln für Frauen während der EM

Das finde ich dann nicht mehr lustig - obwohl ich mich selbst eher als “Chauvi” einstufen würde. Wenn ich jetzt noch ein FCA-Fan wäre, dann würde ich mich sogar ärgern. Aber glücklicherweise schlägt mein Fussballerherz seit langem nicht mehr für den “Retortenverein” sondern für die Spielvereinigung aus Unterhaching. Die haben eine sehr informative Website und einen spannenden Life-Ticker.

Die Toleranz der Fussballdamen des FCAs mit ihrem Management bewundere ich. Jetzt freue ich mich auf das DFB-Länderspiel der Frauen Deutschland gegen England am Donnerstag, den 17. Juli im Stadion am Sportpark zu Unterhaching - nur einen “Katzensprung” entfernt vom InterFace-Headquarter. Wir von InterFace werden da zahlreich dabei sein, ein volles Stadion wäre wunderschön.

Also:
Fussballfans aus Unterhaching und Umgebung, kommt möglichst zahlreich!

RMD

Ein Bild der E1-Jugend (97er Jahrgang) des TSV Hohenbrunn-Riemerling im InterFace-Trikot in der Allianzarena am 23.5.08. Leider ist der Christoph (Sohn unseres Storage-Spezialisten Jürgen Rathmer) nicht auf dem Bild, da er im Urlaub war.

 

Hi - folgende Meldung hat mich erreicht:

Klaus Kleinfeld hat seine neu gebaute und kaum bewohnte Villa in Grünwald an Jürgen Klinsmann verkauft!

(Man hat so seine Kontakte nach Grünwald :-) )

Jürgen Klinsmann, unser Nationalheld, der Deutschland ein Sommermärchen geschenkt hat und der Welt gezeigt hat, das es auch ein lustiges und friedlich feierndes deutsches Gesicht gibt, zieht aus der großen weiten Welt nach Grünwald. Er übernimmt das Steuer als Cheftrainer bei unserem FC Hollywood, dem FC Bayern München. Und Klaus Kleinfeld, der vom 27. Januar 2005 bis zum 20. Mai 2007 der Vorsitzende des Vorstandes der Siemens AG und einer der sympathischen Hoffnungsträger der Deutschland AG war, verlässt Grünwald. Er hat ja zum 1. Oktober 2007 die Aufgabe des Chief Operating Officer des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa übernommen. Grünwald liegt übrigens westlich von Unterhaching.

Aber ist das alles nicht schon wieder eine Ewigkeit her: Klinsmann Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft und Kleinfeld Vorstandsvorsitzender der Siemens AG?

Und jetzt übernimmt der neue FC Bayern-Chef das Heim des ehemaligen Siemens-Chefs! Ist das nicht eine Meldung für die Regenbogenpresse! Und wie schön kann man jetzt spekulieren. Was passiert wenn der große FC Bayern in der neuen Saison nach dem 10. Spieltag nur 10. ist? Wird unser Jürgen dann Nationaltrainer der Schweiz oder Vorstand einer Aktiengesellschaft oder zieht es ihn nach Berlin?!

Bei dieser News melden sich bei mir sofort mein Siemens- und Fußballherz. Beim Siemens war ich 7 Jahre und habe da IT von der Pike auf gelernt. “Fußballerisch” bin ich in Augsburg groß geworden und habe da noch einiges an “Nachkriegsluft” geschnuppert. Fußball am Wochenende war ein bunter Farbtupfer in einer nicht nur vom Ruß der Schornsteine und Lokomotiven grauen Welt. In Augsburg gab es damals zwei renommierte Vereine - den Ballspielclub Augsburg (BCA) und Schwaben Augsburg. Beide spielten in der höchsten deutschen Liga und waren absolute Rivalen. Es war eine Situation wie in München mit 1860 und Bayern - die Derbys waren genauso heiß und die Stadt war gespalten in blau-weiße und violette Fans (die Schwaben waren damals die “Veilchen” und die Fans nannte man noch Anhänger).

Und dann kam 1969 (ich hatte gerade Abitur gemacht) die Fusion der 1. Mannschaft des TSV Schwaben Augsburg mit dem BCA zum “Retorten-Club” FC Augsburg (FCA). Meine Fussball-Welt brach zusammen. Ich und viele andere BCA- und Schwaben-Anhänger verloren ihre fußballerische Heimat. Es gab in der Stadt keine Identifikation mit dem FCA und so ging es nach der Fusion schnell bergab. Ein Schelm, wer jetzt Paralellen zu anderen Fusionen zieht, man denke nur an DEC, Compaq, Nixdorf oder auch Daimler.

Der Italienrückkehrer Helmut Haller bewirkte 1973 zwar noch mal ein kurzes Augsburger “Frühlingsmärchen”. Er war das Augsburger Fußballidol. Er spielte von 1957-1962 für den BCA, sein Verdienst war auch der Aufstieg des BCAs in die Oberliga Süd. Ich habe fast jedes Spiel von ihm gesehen. Und dann wechselte er als einer der ersten “Söldner” nach Italien. In die Geschichte ging er spätestens 1966 ein als Mitglied der Elf von Wembley 1966. Wir erinnern uns, da gab es so einen Schiedsrichter, der mit einem zu Unrecht (?) für England gegebenen Tor ganz Deutschland in eine tiefe Depression stürzte … Aber auch “unser Hemad”, genannt das Hemd, weil er in seinen jungen Jahren so schmächtig war, konnte das Blatt nicht wenden (weder in Wembley noch beim FCA).

Dafür wohne ich jetzt in Riemerling, das liegt östlich von Unterhaching. Nach 20 Jahren Fußballabstinenz schlägt mein Herz jetzt für die Spielvereinigung Unterhaching. Da spielen wir zurzeit zwar “nur” gegen Pfullendorf und Sandhausen, es macht aber im schönen Sportpark immer wieder so richtig Spaß.

Und als Dankeschön fürs Lesen spendiere ich 5 Karten zum Heimspiel der SpVgg Unterhaching gegen SV Wacker Burghausen in der Regionalliga Süd am Sonntag, den 12. April um 14:00 Uhr (Beide Mannschaften spielten vor einem Jahr noch in der 2. Bundesliga :-( ). Einfach eine E-Mail an “Roland.Duerre <at> InterFace-AG.de” senden, dann gibt es eine Karte! Vergabe der Karten in der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs. Also - die ersten fünf, die mir schreiben, nehme ich mit in den Sportpark!