Hi - folgende Meldung hat mich erreicht:
Klaus Kleinfeld hat seine neu gebaute und kaum bewohnte Villa in Grünwald an Jürgen Klinsmann verkauft!
(Man hat so seine Kontakte nach Grünwald
)
Jürgen Klinsmann, unser Nationalheld, der Deutschland ein Sommermärchen geschenkt hat und der Welt gezeigt hat, das es auch ein lustiges und friedlich feierndes deutsches Gesicht gibt, zieht aus der großen weiten Welt nach Grünwald. Er übernimmt das Steuer als Cheftrainer bei unserem FC Hollywood, dem FC Bayern München. Und Klaus Kleinfeld, der vom 27. Januar 2005 bis zum 20. Mai 2007 der Vorsitzende des Vorstandes der Siemens AG und einer der sympathischen Hoffnungsträger der Deutschland AG war, verlässt Grünwald. Er hat ja zum 1. Oktober 2007 die Aufgabe des Chief Operating Officer des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa übernommen. Grünwald liegt übrigens westlich von Unterhaching.
Aber ist das alles nicht schon wieder eine Ewigkeit her: Klinsmann Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft und Kleinfeld Vorstandsvorsitzender der Siemens AG?
Und jetzt übernimmt der neue FC Bayern-Chef das Heim des ehemaligen Siemens-Chefs! Ist das nicht eine Meldung für die Regenbogenpresse! Und wie schön kann man jetzt spekulieren. Was passiert wenn der große FC Bayern in der neuen Saison nach dem 10. Spieltag nur 10. ist? Wird unser Jürgen dann Nationaltrainer der Schweiz oder Vorstand einer Aktiengesellschaft oder zieht es ihn nach Berlin?!
Bei dieser News melden sich bei mir sofort mein Siemens- und Fußballherz. Beim Siemens war ich 7 Jahre und habe da IT von der Pike auf gelernt. “Fußballerisch” bin ich in Augsburg groß geworden und habe da noch einiges an “Nachkriegsluft” geschnuppert. Fußball am Wochenende war ein bunter Farbtupfer in einer nicht nur vom Ruß der Schornsteine und Lokomotiven grauen Welt. In Augsburg gab es damals zwei renommierte Vereine - den Ballspielclub Augsburg (BCA) und Schwaben Augsburg. Beide spielten in der höchsten deutschen Liga und waren absolute Rivalen. Es war eine Situation wie in München mit 1860 und Bayern - die Derbys waren genauso heiß und die Stadt war gespalten in blau-weiße und violette Fans (die Schwaben waren damals die “Veilchen” und die Fans nannte man noch Anhänger).
Und dann kam 1969 (ich hatte gerade Abitur gemacht) die Fusion der 1. Mannschaft des TSV Schwaben Augsburg mit dem BCA zum “Retorten-Club” FC Augsburg (FCA). Meine Fussball-Welt brach zusammen. Ich und viele andere BCA- und Schwaben-Anhänger verloren ihre fußballerische Heimat. Es gab in der Stadt keine Identifikation mit dem FCA und so ging es nach der Fusion schnell bergab. Ein Schelm, wer jetzt Paralellen zu anderen Fusionen zieht, man denke nur an DEC, Compaq, Nixdorf oder auch Daimler.
Der Italienrückkehrer Helmut Haller bewirkte 1973 zwar noch mal ein kurzes Augsburger “Frühlingsmärchen”. Er war das Augsburger Fußballidol. Er spielte von 1957-1962 für den BCA, sein Verdienst war auch der Aufstieg des BCAs in die Oberliga Süd. Ich habe fast jedes Spiel von ihm gesehen. Und dann wechselte er als einer der ersten “Söldner” nach Italien. In die Geschichte ging er spätestens 1966 ein als Mitglied der Elf von Wembley 1966. Wir erinnern uns, da gab es so einen Schiedsrichter, der mit einem zu Unrecht (?) für England gegebenen Tor ganz Deutschland in eine tiefe Depression stürzte … Aber auch “unser Hemad”, genannt das Hemd, weil er in seinen jungen Jahren so schmächtig war, konnte das Blatt nicht wenden (weder in Wembley noch beim FCA).
Dafür wohne ich jetzt in Riemerling, das liegt östlich von Unterhaching. Nach 20 Jahren Fußballabstinenz schlägt mein Herz jetzt für die Spielvereinigung Unterhaching. Da spielen wir zurzeit zwar “nur” gegen Pfullendorf und Sandhausen, es macht aber im schönen Sportpark immer wieder so richtig Spaß.
Und als Dankeschön fürs Lesen spendiere ich 5 Karten zum Heimspiel der SpVgg Unterhaching gegen SV Wacker Burghausen in der Regionalliga Süd am Sonntag, den 12. April um 14:00 Uhr (Beide Mannschaften spielten vor einem Jahr noch in der 2. Bundesliga
). Einfach eine E-Mail an “Roland.Duerre <at> InterFace-AG.de” senden, dann gibt es eine Karte! Vergabe der Karten in der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs. Also - die ersten fünf, die mir schreiben, nehme ich mit in den Sportpark!



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