Kontinuierlich agil

Methode? Prozessinstrument? Oder doch eher: Philosophie? DevOps ist in jedem Fall ein Thema, das im Rahmen der digitalen Transformation von Unternehmen als ideales Vehikel gesehen wird, an den großen IT-Trends (Big Data, Internet of Things oder die Industrie 4.0) möglichst umfassend partizipieren zu können. Der Begriff “DevOps” setzt sich aus den Begriffen “Development” und “Operations” zusammen und steht damit buchstäblich dafür, den IT-Betrieb früh und konsequent in die Entwicklung neuer Anwendungen und Prozesse einzubinden. Mithilfe von DevOps versetzen sich Unternehmen selbst in die Lage, flexibler auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen und Rahmenbedingungen im geschäftlichen Umfeld reagieren zu können.

Doch DevOps tangiert mehr als nur die Einbindung des Betriebs in die Entwicklung. Es ist auch eine Frage der Unternehmenskultur und der Organisation. Setzt man ein funktionierendes Konstrukt als Ziel vorraus, muss die gesamte Unternehmung darauf eingestellt werden, da die Verquickung der beiden Elemente “Development” und “Operations” natürlich Auswirkungen auf sämtliche Fachabteilung nimmt.

Auf diese Weise erreichen sie eine kontinuierliche und anwendungsorientierte Modernisierung der eigenen IT, ohne auf Qualität und Sicherheit verzichten zu müssen.

Anforderungen im Mittelpunkt

Eine engere Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Anforderungen der Nutzer bedingen im Rahmen von DevOps die jeweiligen Ziele und KPI für die beteiligten Teams. Anstelle technischer Kennzahlen für Entwicklung und Betrieb, werden im Rahmen von DevOps individuelle KPI für gemeinsame Aktivitäten definiert und der Prozess eng danach ausgerichtet.

Dies umfasst beispielsweise Messgrößen, die die Dauer der Entwicklung von der Idee bis zum funktionierenden Service berücksichtigen. Im Gegensatz zu konventionellen Kennzahlen ist die enge Orientierung an Parametern wie “Kundenorientierung” oder “Ende-zu-Ende-Verantwortung” maßgeblich für eine erfolgreiche DevOps-Strategie.

Organisationen – Menschen – Prozesse

Die Trennung zwischen Entwicklung und Betrieb ist noch heute Status Quo in den meisten Unternehmen. Solche althergebrachten Strukturen lassen sich nicht ohne weiteres aufbrechen. Häufig werden einzelne Leuchtturmprojekte von der Geschäftsführung verordnet, ohne dass dabei wirklich die tatsächlichen Anforderungen berücksichtigt werden.

Nur gut geplante Veränderungsprojekte können zu einer nachhaltigen Veränderung der internen IT führen. Wenn es ein Unternehmen schafft, alle involvierten Beschäftigten kontinuierlich in ein Projekt zu integrieren, kann es neue Systeme und Prozesse dauerhaft im Betrieb verankern. Dazu braucht es: Abstimmung, Motivation und vor allem einen ständigen Austausch zwischen allen involvierten Bezugsgruppen. Agile Entwicklungsprozesse und klassisches Servicemanagement sollten im besten Fall so gestaltet werden, dass sie teamübergreifend gelebt werden.

Automatisierung ist das A und O

Parallel zu den Prozessen und zur Prozessautomatisierung müssen die technischen Voraussetzungen für deutlich beschleunigte Test- und Deployment-Zyklen geschaffen werden. Für diese Automatisierung der Deployment Pipeline entwickelten sich aus dem ursprünglichen Gedanken der Continuous Integration (CI), wo es im Wesentlichen um automatisiertes Kompilieren und Verteilen ging, Continuous Delivery (CD) und Continuous Deployment (CDE) um den Grad der Automatisierung sukzessive zu erhöhen.

Heute kann in vielen Fällen der komplette Deployment-Zyklus (kompilieren, Funktionstests, Performance-Test, Integrationstests, Acceptance Test, Release) automatisiert abgebildet werden.

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