Digital Leader Award: Ein ganzer Tag im Zeichen der Digitalisierung

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Digital Leader Award: Ein ganzer Tag im Zeichen der Digitalisierung

Am 29.06.2017 trafen sich in Berlin die führenden Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation, um die besten und innovativsten Projekte Deutschlands zu küren. Mit dabei: Die InterFace AG mit ihrem Innovationszentrum „IF-Lab”. Neben der Verleihung des Awards war die Veranstaltung von spannenden Vorträgen, einem abwechslungsreichen Programm an mehreren “digitalen Hotspots” und natürlich von viel Networking geprägt.

„Die digitale Transformation unserer Wirtschaft kann nur vorankommen, wenn es neben mutigen Gründern auch mutige Pioniere in bereits etablierten Unternehmen gibt. Der Digital Leader Award würdigt deshalb genau diese Führungspersönlichkeiten, die erfolgreich neue Wege gehen.“

Dieses Zitat von Brigitte Zypries – Bundesministerin für Wirtschaft und Schirmherrin der Digital-Leader-Initiative 2017 – steht sinnbildlich für die Idee hinter der Veranstaltung: Die Trophäe würdigt Unternehmen, die sich durch ein fundiertes Wissen im Bereich der Digitalisierung, agile Führungsprinzipien, einen hohen Partizipationsgrad, Innovationsfreudigkeit und als Treiber am Markt behaupten, indem sie neue, unbekannte Wege für den digitalen Fortschritt einschlagen.

Zentren der Digitalisierung der Hauptstadt

So waren alle Finalisten am Tag der Preisverleihung dazu eingeladen, an einer Bustour quer durch Berlin teilzunehmen, um an drei ausgewählten „Hotspots der Digitalisierung” in der Hauptstadt zu tagen. Eine ideale Gelegenheit, in einem offeneren Rahmen Anknüpfungspunkte zu schaffen für Vernetzung und Erfahrungsaustausch.

Gleich bei der ersten Adresse, dem Coworking Space Ahoy, das auf über 4.500 Quadratmetern reichlich Platz für Events, Arbeitsplätze und Konferenzräume bietet, war die Stimmung ausgesprochen entspannt: Beim gemeinsamen Frühstück verteilten sich die Teams im großflächigen Saal und konnten sich dadurch schnell mit den Vertretern anderer Unternehmen vernetzen.

Vorträge und Diskussionen

Nach Stärkung und Kennenlernen hielten Michael Beilfuß (Executive Vice President, IDG Germany) und Jan Willem Dees (CEO, Dimension Data Germany) die Begrüßungsrede, gefolgt von Oliver Harmels Vortrag über die Arbeitswelt der Zukunft.

Harmels These über die fünf Treiber für Veränderungen am Arbeitsplatz von Morgen stieß auf reges Interesse. Demnach stehen Unternehmen von morgen in der Pflicht, eine soziale und unternehmerische Neuorganisation, Verbreiterung der Talentbasis in der Belegschaft, wahre vernetzte Arbeitswelt, exponentielle technische Veränderung und eine automatische menschliche Zusammenarbeit zu ermöglichen und voranzutreiben.

Ähnlich groß war das Interesse der Finalisten beim sogenannten „Fireside Talk.” In dieser lockeren Runde stand die Frage Welche Rolle spielen smarte Technologien für die Arbeit von morgen? im Raum, wobei das Publikum sich rege an der Diskussion beteiligte. So wurde abschließend die Frage aufgeworfen, wie man mit Arbeitnehmern umgehe, die gerne in klassisch regulierten Arbeitszeiten- und umfeldern arbeiten würden? Auch das sei schließlich Teil einer dezidierten Digitalisierungsstrategie – so der Tenor im Saal.

Projektvorstellung der Finalisten

Nun ergriffen die ersten Finalisten des Digital Leader Award 2017 das Wort, um ihre eingereichten Projekte in der Form von Elevator-Pitches vorzustellen.

Cornelius Hilbig stellte als Leiter Digital Services der Eissmann Automotive Deutschland GmbH eine neue Lieferantenplattform vor und ging dabei besonders auf die Schwierigkeiten ein, Kunden für die Digitalisierung von Lieferprozessen zu begeistern.

Carsten Ruffer, Leiter IT und Geschäftsprozessmanagement der SPIE SAG präsentierte eine effiziente Softwarelösung, die Monteure und Bauleiter von administrativen Aufgaben – z.B. Auftragsabwicklungen – befreit, indem derartige Prozesse automatisiert ablaufen.

Arne Beckhaus, Head of Big Data & Digital Transformation, Continental, stellte das Projekt „Big Data als Self Service Analytics für Business User” vor. Damit können Anwender ohne Programmierkenntnisse Big Data Analytics anstelle von Excel-Kalkulationstabellen nutzen.

Vertreter der Daimler AG präsentierten ihre neue Art der Talentsuche, den sog. „DigitalLife Campus“. Der Gedanke dahinter: Bei 24-Stunden-Hackathons mit über 300 Teilnehmern auf drei Kontinenten wird talentierter Nachwuchs gefunden und gefördert.

Last but not least stellten Thorsten Schmidt – Leiter IF-Lab –, Heiko Faure – Leiter Business Development bei der InterFace AG – und IF-Lab-Student Max Fossler – das hauseigene Innovationslabor vor.

Der besondere Ansatz des IF-Lab ist es, Nachwuchskräfte verstärkt an unternehmensinternen Innovationsprozessen teilhaben zu lassen, indem Studenten und Auszubildende im Verbund mit einem großen Netzwerk aus Forschung, Gründerszene und Kreativen eigenständige Projekte mit realen Kunden umsetzen. Studenten können eigene Ideen einbringen, lernen verschiedene Technologien kennen und probieren neueste Techniken aus.

Auf diese Weise können junge Nachwuchskräfte noch vor dem Schul- oder Hochschulabschluss Berufserfahrung sammeln und ihr theoretisches Wissen gleich in die Praxis umsetzen. Für den Studenten Max Fossler stehen hier flache Hierarchien, Work-Life-Balance und ständiger Wissensdurst im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit, um die digitale Transformation (mit) zu gestalten. Für Fossler besonders wertvoll: Im IF-Lab lernen „alte Hasen” etwas von der jüngeren Generation – den sog. „Digital Natives”.

„Heiße” Themen der Digitalisierung

Nachdem mit den Worten Fosslers die erste, intensive Runde spannender Perspektiven auf die digitalen Herausforderungen der Arbeit von morgen geendet hatte, marschierten die Finalisten durch den Regen zur nächsten Location: Unicorn.Berlin – ein weiterer Coworking-Dienstleister im Herzen Berlins. Bevor es dann am dritten „Hotspot” zur Preisverleihung kommen konnte, hörten und diskutierten hier die Finalisten viele weitere drängende Fragen rund um Digitalisierung und künftige Transformationsprozesse.

„Heiß” diskutiert wurden demnach Themen wie die Mobilität von Morgen in smarten Städten, nützliche Tools zur smarten Kommunikation im öffentlichen Raum, Katalysatoren für den Ausbau von Smart Cities, digitalisierte Briefkästen für einen effizienteren Versand von Paketen, die komplette Digitalisierung von Inkassoverfahren, Gründe des Scheiterns diverser Transformationsprojekte, IT-Security, Datenschutz und vieles mehr.

Bei all den vielen Vorträgen und Diskussionen traten besonders zwei Aspekte immer wieder in den Vordergrund. Erstens liege die größte Herausforderung darin, Mitarbeiter weiterzubilden – sonst werde der digitale Wandel zahlreiche Arbeitsplätze kosten. Zweitens sei die Automatisierung von Prozessen „keine Frage des Geschmacks”, zumindest wenn die digitale Transformation nicht an Budget-Problemen scheitern soll.

In puncto Weiterbildung und Förderung von Mitarbeitern brauchte sich das Innovationszentrum IF-Lab jedenfalls nicht zu verstecken und belegte in der Kategorie „Empower People” den dritten Platz. In dieser Kategorie waren diejenigen Projekte versammelt, die sich mit besonders einfallsreichen Strategien um die Ausbildung von Nachwuchskräften bemühen. Zu diesem Nachwuchs gehört auch Max Fossler, der als Student im IF-Lab beschäftigt ist. Für ihn war der dritte Platz zwar ein kleiner Wermutstropfen, aber: „Der olympische Gedanke zählt und gegen Continental Deutschland und die Daimler AG kann man schon mal verlieren.”

Tatsächlich endete der Abend in der Axica am Pariser Platz in Berlin ganz im Sinne des „olympischen Geistes”: Alle Finalisten hoben bei der Abschlussparty ihre Gläser. Der intensive Austausch wurde bis in die späten Abendstunden weiter gepflegt. Dass „Digital Leader” einen langen Atem haben, bewiesen alle Treiber der Digitalisierung an diesem Tag.

 

Alle Gewinner des Digital Leader Award im Überblick:

Create Impact: Lufthansa Innovation Hub GmbH mit „Lufthansa Open API”

Shape Experience: Vorwerk International mit dem „Thermomix Digital Ecosystem”

Invent Markets: Erwin Renz Metallwarenfabrik GmbH & Co KG mit „Paketkastenanlage digital & sicher”

Spark Collaboration: SPIE SAG Group AG mit Field Service Management (FSM)

Empower People: Continental AG mit „Big Data als Self Service Analytics für Business User”

Digitize Society: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit „Integriertes Identitätsmanagement”

First Mover: Axel Springer SE, WeLT GmbH und upday GmbH mit „Von der Transformation der WeLT oder: Wie eine einst traditionelle Tageszeitung mit „online to print” zum internationalen Vorbild der Digitalisierung wurde”

 


Autor: Redaktion InterFace AG
Bildquelle: Foto Vogt/IDG
Veröffentlicht: 12. Juli 2017

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