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OLIVIER GUILLET
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Testmanagement im Zeitalter agiler Entwicklung

Oberstes Ziel eines institutionalisierten Qualitäts- und Testmanagements ist das Aufdecken und Vermeiden von Fehlern. Nicht erkannte oder zu spät erkannte Funktionsfehler kosten viel Zeit, Arbeit, Geld und in manchen Fällen sogar das gesamte Softwareprojekt. Darum sollten Testmanagement und Qualitätssicherung integrale Bestandteile des gesamten Softwareentwicklungs-Lifecycles sein.

Ein modernes Testmanagement im Kontext agiler Entwicklungsmethoden stützt sich dabei auf Automatisierungsprozesse und eine konsistente Qualitätssicherung.

Unsere Leistungen

Prävention: Mitgestaltung eines ausführlichen Anforderungs-, Konfigurations- und Fehlermanagements.

Automation: In­di­vi­du­elle An­pas­sung und Qua­li­täts­­si­che­rung durch au­to­ma­ti­sier­te Prozesse (Continuous Integration, Continuous Testing, Continuous Delivery).

Koordination: Be­reit­stel­lung al­ler not­wen­di­gen Re­ssour­cen bei en­ger, me­tho­di­scher Zu­sam­men­ar­beit zw­ischen Kun­den und Dienst­­leis­ter.

Konzeption: Erstellung von Testkonzepten, Teststrategien und Testplanungen.

Realisierung: Beratung und Unterstützung bei der Einführung des neuen Softwaresystems.

Kontinuität: Reliabilität durch brei­te Ex­per­ti­se und ein ho­hes Fach­ver­ständ­nis für das ge­sam­te Anwendungsspektrum.

Klassisches Projektmanagement?

Früher war alles einfacher und klarer – zumindest für die Zunft der Tester. Klassische Projektmanagement-Methoden waren aufgrund ihrer klar definierten Phasen (Anforderungsmanagement, Entwicklung, Testing, Release) darauf ausgelegt, den Testern ein fertig entwickeltes Stück Software zu liefern, welches dann – meist manuell – auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Dies ermöglichte Testspezialisten mehr Planungssicherheit bei ihrer Arbeit, erhöhte allerdings auch die Risiken für das Projekt, da innerhalb der nachgelagerten Testphase Fehler nicht früh genug entdeckt werden konnten.

Ergebnisorientierte Entwicklungszyklen (Sprints)

Zu diesem Zeitpunkt ist es in aller Regel jedoch zu spät, alle Code-Fehler bzw. die beim Übergang vom Anforderungsmanagement ins Entwicklungsstadium auftretenden Verständnisprobleme bzw. Missverständnisse zu beheben. Dies kann nicht nur höhere Kosten oder das Nichteinhalten des Zeitplans, sondern häufig auch Ende des Projekts bedeuten.

Im Zeitalter agiler Methoden muss sich das gesamte Test- und Qualitätsmanagement nun den kurzen, ergebnisorientierten Entwicklungszyklen – sogenannten Sprints – anpassen. Je nach Länge der Sprints gibt es teilweise wöchentlich neue Code-Releases, die auf Basis des Anforderungsmanagements getestet werden müssen.

Automatisierung

Wie kann nun innerhalb dieser inkrementellen Entwicklung und der Kürze, der zur Verfügung stehenden Zeit, die Funktionalität und Stabilität des Software-Stücks gewährleistet werden? Das Zauberwort: Testautomatisierung. Wo früher der Großteil an Testfällen manuell realisiert wurde, wird heute auf unterschiedlichen Ebenen (UI-Tests, Integrations-Tests, Komponenten-Tests etc.) automatisiert.

Moderne Tester vereinigen in sich somit Fachkompetenz im Test- und Qualitätsmanagement sowie Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen. Um die Funktionalität bereits getesteter Softwareteile trotz Modifikationen (z. B. Änderung der Anforderungen, Korrekturen etc.) über den Projektverlauf zu gewährleisten, ist es von großer Bedeutung, Testfälle wiederholt ausführen zu lassen. Hierbei kommen sogenannte Regressionstests zum Einsatz, die bei jedem Testdurchlauf anhand ihres Ergebnisses bzw. der weiterhin bestehenden Softwarefunktionalität bewertet werden.

Individuelle Teststrategie

Automatisierte Regressionstests bilden somit das Rückgrat des Test- und Qualitätsmanagements in der agilen Softwareentwicklung und tragen maßgeblich zum Erfolg eines Projekts bei. Da jedoch automatisierte Testfälle, analog zur eigentlichen Software, über den gesamten Projektverlauf gewartet und weiterentwickelt werden müssen, spielen manuelle Tests und entsprechende Testspezialisten weiterhin eine wichtige Rolle in der individuellen Teststrategie – z.B. die Validierung komplexer fachlicher Szenarien in kurzer Zeit.

Die zertifizierten Berater der InterFace AG finden hier für Sie den optimalen Mix und passen die Testszenarien für eine hohe Ergebnisqualität bestmöglich auf Ihre Projektbedürfnisse an.

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  • 19. Juni 2017
    Softwareentwickler im Alltag: Ein Beitrag über Vorurteil und Wirklichkeit
    Stellt man sich den Alltag von Softwareentwicklern vor, reiht sich meist Klischee an Klischee. Dunkle Arbeitszimmer, ungesunde Softdrinks, viel Nerd-Stuff und wenig Arbeit. Doch dieses Bild ist nicht mehr als eine Ansammlung blanker Vorurteile. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Entwickler brauchen nicht nur eine hohe Frustrationstoleranz, sondern müssen vielseitig denken und arbeiten. Höchste Zeit also, den Alltag eines Entwicklers mal realitätsnah zu beschreiben.
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