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Einführung von DevOps im Selbstversuch – iF-Developer Igor Gutmann mit Vortrag auf den Code-Festivals JavaLand, Cyberland und Cloudland

Igor entwickelt Software mit Leib und Seele. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Als Verfechter des agilen Gedankens ist er außerdem aktiver Teil einer iF-internen Agile-Taskforce und Mitgestalter der Themen-Plattform „Scrum-Plakat.de”.

In Nürnberg betreut er als Senior IT-Consultant für die InterFace AG einen Key Account in der öffentlichen Verwaltung, innerhalb dessen er seit nunmehr fünf Jahren in wechselnden Projektkonstellationen im Bereich der Softwareentwicklung aktiv ist. Seine Karriere begann bereits als Werkstudent im iF-Lab Nürnberg – der iF-internen Talentschmiede –, welche er heute aus fachlicher und koordinativer Rolle heraus leitet.

Frage 1: DevOps ist zu einem geflügelten Wort in der IT bzw. der Softwareentwicklung geworden. Man hat häufig den Eindruck, dass mehr gesagt als gemacht wird. Was genau bedeutet DevOps für dich und welche wichtigen Elemente beinhaltet diese „Philosophie“ aus deiner Perspektive?

Igor: Ich glaube, häufig wird unter DevOps einfach nur verstanden, dass Teams einen Code selbst entwickeln, ausliefern und pflegen – natürlich möglichst automatisiert. Grundsätzlich ist das richtig, schließlich beschreibt der Begriff das Einreißen der „Mauer“ zwischen Entwicklung und Betrieb. Aus meiner Perspektive geht es aber um viel mehr als das. Wir sprechen immerhin von einer „Philosophie“, also einem Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir Software bauen.

Für mich ist eine agile Denk- und Arbeitsweise in diesem Kontext elementar. Warum? Das Team entwickelt hieraus ein Gefühl der Verantwortung für das Produkt oder Teilen davon, was unweigerlich zu einer besseren Ergebnisqualität und damit zu einer höheren Team- und Kundenzufriedenheit führt.

Generell existiert auch ein verändertes Rollenbild des Kunden, der mehr als Partner denn als Leistungsempfänger verstanden wird. Zu wissen, welche Prozesse im Umfeld des Kunden existieren, wie sie funktionieren und in welcher Umgebung die Anwendung später laufen wird, sind notwendige Aspekte für ein produktives „Miteinander“. Ein enger Austausch zwischen Team und Kunde ist deshalb Voraussetzung.

Essentiell ist außerdem die Offenheit für neue Technologien, Arbeitsweisen und Denkansätze. Ohne „Bock“ auf Innovation können DevOps-Teams nicht erfolgreich sein.

Schließlich ergänzen „Kultur-Aspekte”, beispielsweise eine sinnvolle Fehlerkultur, mein Bild des DevOps-Begriffs. Für die Teams ist es wichtig zu begreifen, dass sich Fehler und Probleme in Anwendungen nicht vermeiden lassen. Viel realistischer ist es zu versuchen, Fehler möglichst schnell zu erkennen und zu beseitigen.

Frage 2: Einführung von DevOps im Selbstversuch – ein unkonventioneller und gleichzeitig „catchy“ Titel. Ich möchte direkt mehr wissen. Wie kam es zu diesem Vortragsthema und was muss man sich darunter vorstellen?

Igor: Das Thema ist entstanden, als einige meiner Kollegen und ich uns Gedanken darüber gemacht haben, welche Fragestellungen uns und den Markt jetzt und in Zukunft beschäftigen werden. Außerdem steckte ich zur Zeit des Call for Paper der JavaLand mitten in der Transition, von der ich auf den Veranstaltungen (JavaLand, CyberLand und Cloudland) erzählen möchte. Ein Mix aus diesen beiden Ereignissen, gepaart mit dem Wunsch vor externem Publikum zu sprechen, führte dann unweigerlich zu DevOps als inhaltlichem Schwerpunkt.

Der Begriff „Selbstversuch“ im Vortragstitel kam übrigens hinzu, weil sich das Projekt stellenweise wie ein ergebnisoffenes Experiment angefühlt hat. Ergebnisoffen deshalb, weil es unklar war, ob wir bei DevOps bleiben oder in alte Muster zurückfallen würden.

Frage 3: Noch eine Frage zu den Events selbst: Die JavaLand war in der Vergangenheit auch schon immer InterFace-Land, auch bei der Cloudland sind wir mit einigen Kollegen vertreten. Gerade unsere Entwickler – auch du – besuchen das Event regelmäßig. Wie kam es jetzt zur Vortragsinitiative?

Igor: Meine Dev-Kollegen und ich finden das Konzept der JavaLand und auch der Cloudland super! Die Kombination aus Java-Enthusiasts der Community, den Talks hochkarätiger Speaker und der genialen Location erzeugen ein besonderes „Wir-Gefühl“ und einen attraktiven Veranstaltungsrahmen, den es so in der Software-Eventlandschaft kein zweites Mal gibt. Nach einigen Jahren der passiven Teilnahme als Besucher wollten wir endlich aktiv werden und der Gemeinschaft etwas „zurückgeben“. Wie es dann zum Vortrag kam, habe ich in Frage 2 bereits beantwortet. 😊

Danke Igor für deine Zeit und das informative Gespräch – wir freuen uns auf spannende Vorträge!

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