IT-Trends 2018: Transformationsprozesse konsequent weiter gedacht

 In Digitale Transformation

IT-Trends 2018: Transformationsprozesse konsequent weiter gedacht

Die digitale Transformation ist weiter auf dem Vormarsch und setzt ständig neue Entwicklungen und Zukunftsthemen auf die Agenda. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen diese IT-Trends frühzeitig erkennen, besetzen und für sich nutzen. Technologien wie Public Clouds, KI/Machine Learning, AR/VR erlebten 2017 ihr endgültiges Break-Out-Year und werden den Markt auch in Zukunft prägen. Zudem spielen IT-Security, Compliance, DevOps und der Umgang mit Daten in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle. Wir haben die wichtigsten IT-Trends 2018 für Sie zusammengefasst.

(Multi) Cloud Services

Digitalpioniere wie Amazon oder Microsoft sind mit „Web Services” und „Azure” – ihren Public Clouds für Unternehmen – trotz scharfer Datenschutz und Compliance-Richtlinien fester Bestandteil der deutschen IT-Landschaft. Als Enabler für die Nutzung der Potentiale der Digitalisierung haben Cloud-Technologien im Jahr 2017 an Akzeptanz gewonnen und verzeichneten weitere Zuwächse in der Userzahl. Immer mehr Unternehmen schätzen die Vorteile von Public Clouds: Flexibilität, Skalierbarkeit, volle Kostenkontrolle und umfangreiche Einsatzmöglichkeiten. Bis 2021 – so eine Prognose von IDC – werden bis zu 90% der Unternehmen ihre IT-Ressourcen in (multiple) Cloud-Infrastrukturen überführt haben. Eine andere Studie der IDC prophezeit, dass bis 2020 weltweit ca. 60 % Prozent der Workloads über Public-Cloud-Dienste abgewickelt werden.

Multi Cloud Services, also die parallele Nutzung verschiedener Plattformen, werden in den Unternehmen damit vermehrt zur Realität. CIOs und IT-Verantwortliche suchen verstärkt nach Cloud-Plattformen, über die sich neue Technologien flexibel und (nahezu unbegrenzt) skalierbar einsetzen lassen. Die Herausforderung besteht in der Steuerung und richtigen Nutzung dieser Multiple Cloud Services. Im Kontext von Prozessoptimierung und Wettbewerbsfähigkeit werden daher valide Cloud-Strategien zur Ausschöpfung des vollen Potentials für Unternehmen zur absoluten Notwendigkeit..

DevOps…

… as-a-Service?
Agile Entwicklung konsequent weitergedacht führt zu einer Integration der Bereiche Testing und Betrieb in den Entwicklungsprozess und damit zu einer Verknüpfung von Development und Operations (DevOps). Die Automatisierung des Software-Deployment-Prozesses (Continuous Delivery, Continuous Integration etc.) auf Basis verschiedener Tools bildet dabei die Grundlage für die Realisierung von DevOps. Zukünftig wird der Automatisierungsgrad aufgrund der rapiden technischen und funktionalen Fortentwicklung dieser Tools weiter ansteigen, was die Attraktivität des DevOps-Ansatzes weiter erhöht. Einen wirklichen Boost erhält die Thematik allerdings erst durch den „as-a-Service“-Gedanken. Hierbei werden nicht einzelne Tools, sondern integrierte Tool-Sets, bei denen die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, als vollumfängliche Lösung angeboten.

KI und Machine Learning

Künstliche Intelligenzen sind endgültig auf dem Massenmarkt angekommen. Mit KI wie Apples Siri oder Amazons Alexa sind intelligente Maschinen zum festen Bestandteil des Alltags vieler User geworden. Egal ob in Business-Prozessen, im eigenen Zuhause oder im Auto: Künstliche Intelligenzen werden zum ständigen Begleiter. Primäre Treiber für die enorme Entwicklungsgeschwindigkeit der Technologie sind die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, die Reduktion von Komplexität (z.B. via Bots in Messaging-Diensten), Kosteneinsparungen, stetig wachsende Kundenansprüche und die Möglichkeiten zur Prozessautomatisierung.

Selbstlernende Systeme (Stichwort: „Machine Learning“ oder „Deep Learning“) stellen die nächste Evolutionsstufe im Kontext künstlicher Intelligenzen dar. Über Schnittstellen zu neuronalen Netzwerken sind KI in der Lage, sich Wissen anzueignen und individuelle Vorhersagen zu treffen („Predictive AI“). Dies geschieht auf Basis einer systematischen Sammlung und Analyse von Daten sowie durch Erfahrungslernen.

Wir brauchen mehr Daten

Daten sind die Währung der Zukunft – ach, was reden wir, sie sind bereits die Währung der Gegenwart. Das Sammeln, Strukturieren, Analysieren, Aufbereiten und Nutzen großer Datenmengen zur Optimierung von Geschäftsprozessen bzw. als Grundlage neuer Geschäftsmodelle spielt im Kontext der Digitalisierung eine tragende Rolle und wird durch die fortwährende (Weiter-)Entwicklung neuer Technologien (z. B. hochskalierbarer Cloud Services) noch an Bedeutung zunehmen.

Die virtuelle und die physische Welt werden in Zukunft noch weiter zusammenwachsen und sich in der sogenannten „Immersive Experience” manifestieren, also einer virtuellen Umgebung, in der sich der User frei bewegen kann.

Zukünftig wird jedoch weniger „Big Data“, also das unstrukturierte Sammeln und Analysieren von Daten, als vielmehr Smart Data, also das Endergebnis und die Nutzung im Vordergrund stehen. So kann „Data-as-a-Service“ einen ganz neuen Mehrwert bieten. Sowohl zum immer besseren Verständnis datengesteuerter Abläufe im eigenen Unternehmen („Warum passiert etwas?”; „Was wird in Zukunft geschehen?”), als auch in Bezug auf die Monetarisierung durch den Verkauf von intelligent nutzbaren Daten an Dritte.

AR/VR

Augmented Reality und Virtual Reality haben im letzten Jahr einen regelrechten Boom in der Gaming Branche ausgelöst. Immer mehr Hersteller der Szene setzen auf neue Erfahrungswelten mit Datenbrillen und innovativen Spieleformaten. Aber ist die AR/VR-Technologie nur für den Gaming-Markt relevant? Das wäre zu kurz gegriffen. Gerade AR (aber auch VR) bietet für Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchenzugehörigkeit ungeahnte Potentiale. Egal ob in der Prozessoptimierung, bei der Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter, im Vertriebs-/Vermarktungskontext oder beim Entwickeln neuer Geschäftsmodelle. Virtuelle und erweiterte Realitäten werden den Unternehmensalltag zunehmend prägen.

Nach Auffassung des Beratungsinstitutes IDC werden bis zum Jahr 2020 bereits ca. 25 % aller im Außendienst beschäftigten Techniker und Wissensarbeiter Augmented-Reality-Technologien bei der täglichen Arbeit nutzen. Die virtuelle und die physische Welt werden zukünftig also noch weiter zusammenwachsen und sich in der sogenannten „Immersive Experience” manifestieren, also einer virtuellen Umgebung, in der sich der User frei bewegen kann.

Security und Compliance…

Die Vielzahl neuer Technologien bietet, neben allen Potentialen und Funktionen, auch immer neue Angriffsmöglichkeiten für Hacker und Cyberkriminelle. Daten und Applikation sind der größte Nutzen der Digitalisierung, bergen jedoch das größte Risiko. Wie also damit umgehen? Während (Public) Cloud Services vor nicht allzu langer Zeit noch als Sicherheitsrisiko gesehen wurden, erkennen die in Unternehmen verantwortlichen Personen heute immer mehr, dass erfahrene Cloud-Anbieter eine bessere und umfassendere Security gewährleisten können als die eigene On-Premise Infrastruktur bieten kann. Trotz dieser vermeintlichen Sicherheit, gilt es die Systeme ständig zu monitoren und kontinuierlich zu analysieren.

Ein weiteres Thema in diesem Spannungsfeld stellt der Datenschutz dar. Hierbei handelt es sich in erster Linie um den Umgang und die Dokumentation (innerhalb vorgegebener Rahmenbedingungen) personenbezogener Daten im Unternehmen. Durch die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 werden gesetzeskonforme Datenverarbeitungen und -übertragungen für jede Organisation zum Muss. Nichteinhaltung wird mit empfindlichen Strafen belegt. Was die DSGVO anbelangt, gilt daher: Besser Vor- als Nachsicht.

 


Autor: Redaktion InterFace AG
Textquelle: IDG Insider: Die IT-Trends 2018
Bildquelle: Shutterstock
Veröffentlicht: 19. Januar 2018

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